Recherchen

Schulgebrauch aus Gelegenheit:
"Honigmonitoring" mit der Flughafen München GmbH

Der Flughafen zelebrierte, was Schülerinnen und Schülern eines Moosburger Gymnasiums in einem von ihm unterstützten Seminar herausgefunden hatten: Der in seiner Umgebung entstandene Honig war nicht mit Schadstoffen aus den Triebwerken der Jets belastet. Allerdings war dieses Ergebnis aufgrund der Fettlöslichkeit von Benzpyren, Naphthalin, Phenanthren und unverbranntem Kerosin erwartbar. Diese Substanzen gehen in das Wachs der Waben über, so dass der aus ihnen geschleuderte Honig nurmehr Spuren davon enthält. (April 2012)
Zweifelhafte Sicherheit im Steuerdaten-Verkehr
Via elsteronline.de erledige sich die Steuererklärung im Schnelldurchgang, so die Werbung mit einem ins Notebook tippenden jungen Mann im Waschsalon. Er es womöglich auch insofern gut, als er noch auswählen darf. Denn bei gewissen Steuerzahlern (Selbstständige) und Steuern (Umsatzsteuer) pocht das Finanzamt mittlerweile darauf, dass die zugrunde liegenden Zahlen via Internet eingehen. Dabei setzt es Software voraus, die manch einer vielleicht bewusst nicht installieren will. Zum Beispiel wegen Kompatilitätsproblemen oder Bedenken, dass diese Software seinen Computer angreifbar und die Sicherheit privater Daten unterminiert. (Juli 2013)
Der "Klimakiller" Schwefelhexafluorid und die Windkraft
Die Energiewende, also der Ersatz von fossilen Energieträgern durch Wind und Sonne, stellte eine vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Ausgabe des Fernsehmagazins "Plusminus" in Frage. Den Kern der Argumentation bildete das Gas Schwefelhexafluorid, mit dem Schaltanlagen befüllt werden, um elektrische Überschläge zu verhindern. Auch für Windräder und gro0e Photovoltaikanlagen werden solche Schaltanlagen gebraucht.
Unbestritten ist jedes Molekül Schwefelhexafluorid um ein Vielfaches klimaschädlicher als ein Molekül Kohlendioxid. Doch eine sachliche Berichterstattung hätte vermittelt, dass das Problem eher eines der Elektrizitätswirtschaft insgesamt ist. Schließlich sind Schaltanlagen im Stromnetz allgegenwärtig. Darüber erweist eine Rechnung, dass bei der Stromerzeugung durch ein Windrad der Atmosphöre derart viel Kohlendioxid erspart wird, dass die Klimabilanz eines Windrades auch dann noch positiv wäre, wenn sich bei Reparaturen oder dem Anlagen-Abbau niemand um das Schwefelhexafluorid kümmerte, es also nicht entsorgt, sondern einfach freigesetzt würde.
Die leitende Vorstellung des Sendungs-Autors und der Plusminus-Redaktion war es, einen heiklen Punkt der Windkraft anzusprechen und sie einmal in anderem Licht zu präsentieren. Grundkenntnisse im chemischen Fachrechnen hätten erkennen lassen, dass Schwefelhexafluorid und seiner Klimaschädlichkeit als Argumente untauglich sind. (August 2022)